Entstehung


Von Insolvenz betroffene Menschen benötigen einen geschützten Raum, in dem sie offen über ihre emotionale Situation reden können und sich mit Gleichgesinnten austauschen können.

 

Reden hilft!
Deshalb hat Attila von Unruh 2007 den Gesprächskreis "Anonyme Insolvenzler" gegründet, der sich 
an Menschen richtet, die vom Thema Insolvenz bedroht oder schon betroffen sind. Unter professioneller Leitung ist Raum für Fragen, persönliche Anliegen und Austausch. Im Gespräch mit anderen helfen Fragen wie: „Wie gehst du damit um?“, „Was hat dir geholfen?“ „Wie geht es dir mit dem Thema… ?“ (Partnerschaft, Freunde, Selbstwert....).

Den Teilnehmern wird deutlich: sie sind nicht alleine in ihrer Situation!

Gemeinsames Erleben und freundschaftlicher Austausch schafft Verbindung zwischen den Menschen: 
„Endlich ein Raum, wo ich über meine Situation sprechen kann und verstanden werde.“ Die Krise wird benannt, aber nicht bewertet. Der offene Umgang mit den Problemen bringt Klarheit und eröffnet neue Perspektiven. Dies unterstützt die Teilnehmer bei einem erfolgreichen persönlichen und beruflichen Neustart.


Für eine Kultur der zweiten Chance

Es kann nicht sein, Menschen aufgrund von Insolvenz Zehn Jahre von der wirtschaftlichen Teilhabe auszuschließen. Scheitern gilt in Deutschland noch immer als Makel. Deswegen stoßen wir eine breite Debatte darüber an. Mit einem neuen Blick können wir das Land uns seine Gesellschaft verändern.

Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die unternehmerischen Mut fördert und offen mit Veränderungen und Krisen umgeht. Wir streben eine Kultur an, in der Scheitern nicht als Makel, sondern als Lernchance verstanden wird. Dieser Paradigmenwechsel ist dringend geboten, wenn wir Unternehmertum insgesamt und insbesondere soziales Unternehmertum fördern wollen. Wer innovativ handelt, geht auch Risiken ein und kann damit Scheitern. Deshalb brauchen wir eine Fehlermanagementkultur, in der wir offen mit Misserfolgen umgehen, um daraus zu lernen. Es macht keinen Sinn, mutige Unternehmer, die beim ersten Anlauf noch nicht erfolgreich waren und Insolvenz anmelden mussten, zehn Jahre von der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Teilhabe auszuschließen, wie es derzeit in Deutschland noch der Fall ist.

Deshalb setzen wir uns über die gemeinnützige Organisation „Team U – Restart gGmbH“ in politischen Gremien und Ausschüssen für eine Reform der Insolvenzordnung ein und beraten die Europäische Kommission. Wir kooperieren mit Wohlfahrtsverbänden und vernetzen uns europaweit mit non-governmental organizations (NGOs) und Sozialunternehmen, um einen sozialen Wandel zu bewirken. Dieses Netz ermöglicht es uns, gemeinsam mit vielen Stakeholdern eine hohe Wirkung zu erzielen.


IHRE UNTERSTÜTZUNG FÜR UNSERE GEMEINNÜTZIGE ARBEIT