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Es handelt sich um einen offenen Gesprächskreis. Jeder ist eingeladen zu kommen, der von dem Thema
Insolvenz betroffen ist. Zu den Treffen kommen Menschen, die sich schon in der Insolvenz befinden, sowohl Regel- als auch Verbraucherinsolvenz (d.h., Firmen- und Privatinsolvenz). Viele kommen in der Phase vor einer möglichen Insolvenz, um sich Rat zu holen. Sowohl Angehörige von Betroffenen sind eingeladen, wie auch Menschen, die die Insolvenz hinter sich haben, denn die seelischen Folgen wirken oft noch lange nach. Die Treffen sind anonym, d.h., wir sprechen uns nur mit Vornamen an. Persönlich, aber doch „anonym“ – dies gibt den Teilnehmern Sicherheit und erleichtert das Reden über individuelle Themen. Dabei reden wir über unsere persönliche Situation in der „Ich Form“. Vertraulichkeit und Ehrenkodex: Es gilt die Aufforderung: „Was Du in diesen vier Wänden hörst, lass es hier“. Absolute Vertraulichkeit und Verschwiegenheit sind bei allen Gesprächen selbstverständlich. Der Gesprächskreis ist keine 12 Schritte Selbsthilfegruppe, wie z.B. die Anonymen Alkoholiker, hat aber einzelne Teile davon übernommen. Freiwilligkeit ist oberstes Prinzip - jeder kann etwas sagen, muss aber nicht. Wer möchte, kann etwas über sich und seine Situation mitteilen, andere dazu fragen und sich mit den Teilnehmern austauschen. Die Kraft der Gruppe inspiriert und hilft, mit Rückschlägen fertig zu werden*. Die Teilnehmer lernen aus der Krise und können wieder ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Es findet keine Rechts- oder Steuerberatung statt. Es werden keine Produkte/ Finanzangebote/ Geschäftsideen (z.B. MLM) vermittelt oder vorgestellt. Der Gesprächskreis ist weder politisch, wirtschaftlich noch konfessionell gebunden. Frauen und Männer sind eingeladen zum Gespräch. Interessenten werden gebeten, sich wenn möglich vorab per Email anzumelden. In diesem Zusammenhang können auch Fragen gestellt oder Anregungen gegeben werden. Ziel ist, ein Netzwerk zu entwickeln, das der gegenseitigen Unterstützung dient. *Dr. Christian Lüdke, Weshalb „schöner Scheitern lernen“ Sinn macht, Bertelsmann Stiftung Newsletter Unternehmenskultur/CRS vom 03.09.2007 |
