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Attila v. Unruh, 49 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder.
A. v. Unruh war 15 Jahre lang als Geschäftsführer erfolgreich in verschiedenen Unternehmen tätig.
"Als ein großer Kunde zahlungsunfähig wurde, musste ich in der Folge selber Insolvenz anmelden. Die Insolvenz
habe ich traumatisch und lebensbedrohend empfunden – sie hat sich auf alle Lebensbereiche ausgewirkt: Familie, Freundeskreis,
Kollegen, Geschäftspartner. Meine Identität und mein Selbstwert waren in Frage gestellt, ich fühlte mich unglaublich allein mit
meinen Sorgen und sah für eine Zeitlang für mich keine Perspektiven mehr.
Erst als ich anfing, über meine Situation zu reden, konnte ich Hilfe erfahren – durch Freunde, die einfach nur zuhörten und mir beistanden. Dabei traf ich immer mehr Menschen, die selber in einer ähnlichen Situation waren – gemeinsam stellten wir fest, dass es Wege und Mittel gibt, die Insolvenz zu „überleben“. Indem wir den Tatsachen ins Auge blicken und das Beste daraus machen, mit gegenseitiger Unterstützung und Hilfe. So sind neue Freundschaften entstanden, haben sich neue persönliche und berufliche Perspektiven ergeben und ich bin gestärkt aus diesem Prozess herausgekommen. Inzwischen arbeite ich als selbstständiger systemischer Coach und Unternehmensberater, wobei ich meine Krisenerfahrung als wertvolle Kompetenz einbringen kann. Durch die Gründung des Gesprächskreises möchte ich ein Netzwerk von Menschen schaffen, die sich gegenseitig unterstützen. Es ist an der Zeit, Insolvenz nicht mehr als Stigma zu verstehen. Jeder kann scheitern. Es gilt, trotz Scham und Schuldgefühlen konstruktiv mit dem Thema umzugehen und aus der Krise zu lernen. Das ist die Basis für einen erfolgreichen Neustart.“ „Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ Marc Aurel „Er war ein erfolgreicher Firmenchef, dann hat er fast alles verloren. Als seine Not am größten war, hatte Attila von Unruh eine Idee: einen Gesprächskreis in Köln zu gründen, die „Anonymen Insolvenzler“. So viele Unternehmer aus dem ganzen Land suchen nun seine Hilfe, dass er mit seiner Idee expandiert.“ Lesen Sie weiter: www.handelsblatt.com |
"Als ein großer Kunde zahlungsunfähig wurde, musste ich in der Folge selber Insolvenz anmelden. Die Insolvenz
habe ich traumatisch und lebensbedrohend empfunden – sie hat sich auf alle Lebensbereiche ausgewirkt: Familie, Freundeskreis,
Kollegen, Geschäftspartner. Meine Identität und mein Selbstwert waren in Frage gestellt, ich fühlte mich unglaublich allein mit
meinen Sorgen und sah für eine Zeitlang für mich keine Perspektiven mehr.